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Antikoagulationstherapie (Blutverdünnung) - Fluch oder segen?

Die Gründe für eine Therapie mit blutverdünnenden Medikamentenn wie ASS (Acetylsalicylsäure), Cumarinderivaten (z.B. Marcumar) oder den neuen Blutverdünnern wie z.B. Xarelto (Rivaroxaban) sind vielseitig. Ziel dieser Therapien ist es immer, Ihr Risiko für eine Erkrankung möglichst gering zu halten. Wichtig ist dabei, dass sie über die Notwendigkeit dieser Therapie ausführlich informiert sind! Zwei Beispiele:

Zuckerkranke Menschen entwickeln, insbesondere bei schlecht eingestellter Diabetes-Therapie, häufiger Gefäßerkrankungen als "gesunde" Menschen. Durch Studien ist belegt, dass dieses Risiko mit der Einnahme von 100mg ASS (Acetylsalicylsäure) täglich signifikant gesenkt werden kann. Der einzelne zuckerkranke Mensch spürt diesen Effekt der Therapie vielleicht nicht und fragt sich, warum er so viele Tabletten einnehmen muss. Ohne hinreichende Aufklärung ist es möglich, dass er die Tablette, die er nicht als wichtig empfindet, ohne Rücksprache mit dem behandelndem Arzt nicht mehr einnimmt. In diesem Fall sicherlich ein Fehler.

Ein anderer Patient erleidet nach einer Knieoperation eine Thrombose (Blutgerinsel) im Bein. Der behandelnde Arzt verschreibt ihm das Medikament Marcumar, damit er als Komplikation keine Lungenarterien-Embolie (kann tödlich verlaufen!) erleidet. Wie er das Medikament einnehmen soll hat er nicht ganz verstanden. Er nimmt einfach jeden Tag eine Tablette morgens und eine Tablette abends, so wie er es auch von seinen Blutdrucktabletten gewohnt ist. Nach 14 Tagen zeigen sich bei dem Patienten Symptome in Form von Blässe, körperliche Schwäche und schwarzem Stuhlgang - er hat durch die Überdosierung mit Marcumar eine Blutung im Magen-Darm-Trakt erlitten und dadurch eine lebensbedrohliche Blutarmut entwickelt.

Uns ist es wichtig, dass Sie uns bei Unklarheiten gerne auch noch ein 2. oder 3. Mal ansprechen dürfen, denn leider ist die Therapie mit Blutverdünnern auch mit einem geringen Risiko der Blutung verbunden. Entscheidend ist es, für diese Fälle die Warnhinweise richtig zu deuten und sofort mit dem behandelndem Arzt Kontakt aufzunehmen:

sichtbares Blut:

unsichtbares Blut:

andere Symptome:

Bluthusten, Bluterbrechen, blutiger Stuhlgang/Urin...

schwarzer Stuhlgang (Teerstuhl)

Schwäche, Blässe, Bewusstlosigkeiten...

In Einzelfällen kann es sich hierbei um lebensbedrohliche Situationen handeln (z.B. blutendes Magen-Geschwür), die eine sofortige Abklärung (Magenspiegelung) erforderlich machen. In solchen Fällen sollten sie keine weiteren blutverdünnenden Medikamente mehr einnehmen und sofort mit uns Kontakt aufnehmen. Wir wissen was zu tun ist und helfen Ihnen gerne!


Gemeinschaftspraxis
Paewinsky | Rischer

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45663 Recklinghausen

Unsere Sprechzeiten

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Und nach Vereinbarung!


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